Aften-Hilfe  
  #1  
Alt 27.12.2006, 16:08
PsyKater PsyKater ist offline
Beginner
Registriert seit: 27.12.2006
Beiträge: 1
Standard An den Ursachen vorbei?

Hallo Forenuser!

Ich bin ganz begeistert, dass es noch mehr Leute mit unserem Problem gibt! "Unser" deshalb, weil es bei uns eindeutig in der Familie liegt - meine Mutter, meine Tante, meine Oma -> alle leiden unter Aphten. Wir nennen sie nur Mundfeulenstellen oder so.

Bisher habe ich wenig dagegen versucht. Ne Zeitlang schwor meine Mutter auf die "A-Salbe" (keine Ahnung wie die heißt, die hat so ein dickes A auf der Packung), aber das ist auch passé.

Ich bekomme so ca. 8 mal im Jahr Aphten, meist 1-2. Mein "Rekord" liegt bei 9 (teilweise sehr großen) Aphten zur gleichen Zeit, was aber schon etwas zurück liegt. Wäjrend ich diese Zeilen schreibe habe ich 3 Aphten.

Was mir beim Blättern durchs Forum aufgefallen ist: Es gibt verschiedene Hilfsmittel und offenbar auch unterschiedliche Mittel, die den Aphten ein dauerhaftes Ende bereiten. Ein einheitliches Mittel gibt es jedoch nicht. Bei dem einen hilft die Zahnpaste, beim anderen Apfelessig, der dritte hat einen Mangel an Folsäure. Der vierte sieht in Essig gerade den Auslöser seiner Aphten und hilft sich durch Weglassen des Essigs.
Außerdem steht noch Schlafmangel /Stress als Ursache im Raum und viele andere Ursachen werden disktutiert, wie auch Wikipedia zeigt.

Die Tatsache, dass bei jedem etwas anderes hilft, lässt den Schluss nahe liegen, dass es bei jedem auch eine andere Ursache hat. Dieses Fazit wurde in diesem Forum auch schon des öfteren gezogen.

Ich bin jedoch der Ansicht, dass das nicht des Rätsels Lösung ist! Denn kann eine Krankheit, deren Ursachen so unterschiedlich sein kann, doch nicht bei jedem identisch aussehen:


Der Körper bietet der Krankheit also immer eine Angriffsfläche. Bei dem einen entsteht die Angriffsfläche vielleicht durch Folsäurenmangel beim anderen durch Essigkonsum, doch die Frage ist doch, für wen wird die Angriffsfläche geschaffen und nicht wie wird die Angriffsfläche geschaffen. Unser Körper scheint immer wieder einen Schwachpunkt zu offenbaren. Der scheint genetisch bedingt. Aber dieser Schwachpunkt wird von einer Krankheit ausgenutzt. Wenn man jetzt nicht den Angriffspunkt zu verändern versucht, sondern die Krankheit an sich, wäre einem doch schon sehr geholfen!

An dieser Stelle breche ich ab, weil ich nicht glaube, dass jemand noch durchsteigt, was sich sagen will. Ich tus nämlich grad selbst nicht mehr. Eins will noch gesagt sein: Ich halte dies jetzt nicht für eine bahnbrechende Idee Ich möchte lediglich wissen, ob das auch von anderen in Betracht gezogen wird. Was auch immer... 8o
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  #2  
Alt 29.12.2006, 16:59
Maika Maika ist offline
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Beiträge: 58
Standard AW: An den Ursachen vorbei?

Hi Tobi,

finde Deinen Beitrag sehr interessant und zum Schluß hin mußt ich sogar lachen. =)

Ich denke Du hast zum größten Teil Recht. Die Krankheit hat verschiedene Auslöser und unterschiedliche Besserungsmittelchen und wirklich helfen scheint nichts.

Du meinst es wäre ne genetische Sache??? Ich weis nicht. Ich bin in meiner Familie (zurück bis zu den Großeltern) die Einzige, die sich damit abquält. Und angesteckt (wie auch schon vermutet wurde) habe ich auch nocht niemanden. Es ist eine sehr rätselhafte Krankheit.

Was wollt ich jetzt eigentlich sagen? Achso. Ich nehme zB seit ca. 4 Wochen diese Weleda Sole-Zahncreme. Meine Aften sind zwar nicht weg, aber wesentlich weniger, schmerzfreier und schnell abheilender geworden. Ob das nun direkt was mit der Zahncreme zu tun hat weis ich nicht so genau. Da sich in meinem Leben auch ein großer Streßpunkt zurückgebildet hat.
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  #3  
Alt 15.01.2007, 10:07
Lady Lu Lady Lu ist offline
Beginner
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Registriert seit: 14.01.2007
Beiträge: 13
Standard AW: An den Ursachen vorbei?

Hallo

Mir ist mal gesagt worden das alle Menschen diesen Mist bekommen können, warum es jetzt bei dem einem ausbricht und bei einen anderen nie ?( weiß wohl auch keiner.
Ich denke mal das verschiedene Faktoren zusammen kommen müssen.
Streß usw usw.

Ich hatte Wochen Monate, wo ich gar nix hatte, dann mal wieder eine, dann aber kamen " DIE" so heftig das es mir egal war, wer oder was der Auslößer ist, ich wollte nur ein Mittlchen finden , was mir die Schmerzen nimmt und das die Dinger schneller abheilen läßt!

Ich habe beobachtet bevor es losgeht, einige Tage vorher, oder besser Nächte vorher, ich aufwache weil ich einen extrem trockenen Mund habe, dann ein zwei Tage später genau das Gegenteil, vermehrter Speichlfluß.

Gute Besserung an alle, die im Moment gerade leiden


LG Lady Lu
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  #4  
Alt 26.01.2007, 22:10
Gutemine Gutemine ist offline
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Beiträge: 6
Standard Es hat auf jeden Fall was mit Abwehr zu tun

Da hast du denk ich mal Recht. Genetisch bedingt ist es glaub ich nicht, denn ich bin in meiner Familie die einzige mit dem Problem. Aber ein schwaches Immunsystem ist ja auch erblich. Eine Frage an alle: Wer von euch leidet auch unter Herpes? Also ich z.B. schon ab und an. Ist ja auch so eine Sache, die durch Stress und Angegriffene Abwehr entsteht.
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  #5  
Alt 28.01.2007, 16:35
Maika Maika ist offline
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Erfahrener Kämpfer
Registriert seit: 01.12.2006
Beiträge: 58
Standard AW: An den Ursachen vorbei?

Mit Herpes hatte ich noch nie Probleme.
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  #6  
Alt 01.02.2007, 23:15
Lady Lu Lady Lu ist offline
Beginner
Beginner
Registriert seit: 14.01.2007
Beiträge: 13
Standard AW: An den Ursachen vorbei?

Mit Herpes hab ich auch schon Jahrelang Probleme.

Wenn ich so Nachdenke hab ich aber nie beides zusammen.

Na ja, es reicht durchaus eins von beiden X(

LG Lady Lu
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  #7  
Alt 19.03.2009, 01:42
PAPPL PAPPL ist offline
Beginner
Registriert seit: 01.07.2006
Beiträge: 2
Standard RE: An den Ursachen vorbei?

Zitat:
Original von PsyKater
Hallo Forenuser!
.....
Was mir beim Blättern durchs Forum aufgefallen ist: Es gibt verschiedene Hilfsmittel und offenbar auch unterschiedliche Mittel, die den Aphten ein dauerhaftes Ende bereiten. Ein einheitliches Mittel gibt es jedoch nicht. Bei dem einen hilft die Zahnpaste, beim anderen Apfelessig, der dritte hat einen Mangel an Folsäure. Der vierte sieht in Essig gerade den Auslöser seiner Aphten und hilft sich durch Weglassen des Essigs.
Außerdem steht noch Schlafmangel /Stress als Ursache im Raum und viele andere Ursachen werden disktutiert, wie auch Wikipedia zeigt.

Die Tatsache, dass bei jedem etwas anderes hilft, lässt den Schluss nahe liegen, dass es bei jedem auch eine andere Ursache hat. Dieses Fazit wurde in diesem Forum auch schon des öfteren gezogen.
.......
Der Körper bietet der Krankheit also immer eine Angriffsfläche. Bei dem einen entsteht die Angriffsfläche vielleicht durch Folsäurenmangel beim anderen durch Essigkonsum, doch die Frage ist doch, für wen wird die Angriffsfläche geschaffen und nicht wie wird die Angriffsfläche geschaffen. Unser Körper scheint immer wieder einen Schwachpunkt zu offenbaren. Der scheint genetisch bedingt. Aber dieser Schwachpunkt wird von einer Krankheit ausgenutzt. Wenn man jetzt nicht den Angriffspunkt zu verändern versucht, sondern die Krankheit an sich, wäre einem doch schon sehr geholfen!
....... 8o

Hallo,
auch ich glaube, dass es nicht DIE Ursache gibt für Aphten. Alleine wenn ich mir die Beiträge hier ansehe, dann gibt es immer wieder Ursachenbeiträge, aber seltsamerweise sind alle verschieden. Na sowas!
Ich glaube schon, dass rohe Tomaten, Chips, Nüsse, dreckige Zahnbürste, Gummibärlis, etc. Aphten begünstigen, aber ich bezweifle stark dass es die Ursache ist. (Wenn es so wäre, dann hätten alle Chipsesser nach einem Kinoabend Aphten, dem ist aber nicht so).
Diese Dinge sind vielleicht ein guter Grund warum jetzt Aphten im Mund sind aber niemals die Ursache. Mein Professor hat immer gesagt es gibt für alles einen Grund und eine Ursache.

Die Ursache dürfte eine Angriffsfläche sein, das klingt schon mal plausibel.
Nur wie sieht diese wirklich aus?
Ist es so wie PsyKater meint, dass es ein genetischer Schwachpunkt ist? Viele sind verschont, weil sie super Gene haben und manche -wie ich- mit "schlechten" Genen sind die unvermeidbaren Verlierer im Aphtenkrieg. Der Gedanke gefällt sicher niemandem, das ist so ausweglos.

Ich postuliere jetzt mal das Gegenteil: Jeder Mensch auf der Welt kann Aphten bekommen.
Warum es nur manche bekommen werde ich in meiner Theorie erläutern:

Aber dieser Schwachpunkt wird von einer Krankheit ausgenutzt. Wenn man jetzt nicht den Angriffspunkt zu verändern versucht, sondern die Krankheit an sich, wäre einem doch schon sehr geholfen!

Im allgemeinen wird angenommen die Aphte ist eine Krankheit die es zu bekämpfen gilt. Also fest alles mögliche draufschmieren, damit es sie ja schnell wieder verschwinden.
Was ist aber wenn genau das genau der falsche Weg ist.

Hintergrundinfo:
Stellt euch zunächst vor ihr zieht euch einen schmutzigen Holzspan an eurem Finger ein, welchen ihr selbst nicht mehr herausbekommt. Das umliegende Gewebe sitzt zu fest um den Span. Es stört aber ist nicht weiter auf tragische Weise. Am nächsten Tag bemerkt ihr wie der Finger dick wird und bei Berührung sehr weh tut. Es entsteht ein mulmiges Gefühl ob es sich nicht entzündet oder ob ihr nicht eine Blutvergiftung oder sonst was bekommt, entscheidet euch aber noch nichts zu unternehmen. Am nächsten Tag ist es bereits stark entzündet. Man kann sehen wie die Stelle untereitert und weich ist. Als ihr fester draufdrückt platzt die weiche Haut auf und mit dem abfließendem Eiter flutscht der Span hinaus und heilt bald ab. Glück gehabt, die Entzündung war diesmal nicht gefährlich.

Erklärung:
Mir hat mal jemand gesagt, dass jeder Körper versucht seine Integrität zu bewahren. Das kann man an einem einfachen Beispiel gut beobachten. Stell dir vor du ziehst dir einen schmutzigen Holzspan an deinem Finger ein. Diesen kannst du selbst nicht herausziehen weil er zu tief steckt.
Dein Körper ist also in seiner perfekten Integrität verletzt und versucht natürlich diesen Zustand wieder herzustellen.
So ein Holzspan ist keine wirkliche Gefahr für einen so großen Körper, jedes Immunsystem könnte locker mit dem Schmutz auf dem kleinen Holzspan fertig werden, ohne dass sich die Stelle entzündet. Nur ist eben der perfekte Zustand gestört, es wäre eine ewige Quelle die den Zellen im Organismus schaden zufügt. Der Körper hat jetzt also ein Problem, er will wieder so werden wie er war, die willkürliche Motorik der Finger reicht nicht aus um den Span zu entfernen. Was tun? Also schließt der Körper einen Kuhhandel mit den Bakterien auf dem Holzspan ab.
Der Deal: Der Körper weiß, dass der Span nicht von alleine wieder raus gehen wird, aber er weiß, wenn die Stelle untereitert ist könnte der Span unter Druck mit dem abfließendem Eiter heraus gespült werden. Also wird eine Bekämpfung aller Bakterien um diese Stelle verhindert, damit sich die Stelle entzünden kann und der Span herauskommt. Schlussendlich heilt die betroffene Stelle rasch wieder ab.
Das Spiel kann man auch auf Zahntaschen usw. übertragen.

Fazit:
Wie man sieht gibt es zwei verschiedene Sichtweisen mit Symptomen umzugehen. Entweder wir betroffenen sehen sie als Gefahr, ja als Krankheit, welche mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln (meist bedenkliche Chemikalien) bekämpft werden muss. Oder wir sehen unseren Körper als wertvolles Ganzes, welches uns mit Symptomen zeigt, dass etwas nicht stimmt, dass es gerade jetzt wichtig ist die Zeichen richtig zu verstehen und nicht zu bekämpfen.
Was ist wenn die Aphten, genau wie in dem blöden Beispiel mit dem Span, eine Warnung ist die uns Aufmerksam machen soll, dass der gewohnte Zustand gestört ist.

z.B. dass unsere Schleimhaut, welche sehr empfindlich ist und leicht durchlässig für Giftstoffe, schon genug hat von dem Salz auf den Chips, weil der Speichel zu hyperton und daher ungesund ist.

z.B. dass unsere Schleimhaut, welche sehr empfindlich ist und leicht durchlässig für Giftstoffe, schon genug hat von den ungewaschenen Tomaten, weil die ungesunden Chemikalien über die Mundschleimhaut direkt in die Blutbahn gelangen.

z.B. dass unsere Schleimhaut, welche sehr empfindlich ist und leicht durchlässig für Giftstoffe, schon genug hat von den Bakterien (und daher Endotoxinen) im Mund welche vermehrt entstehen seitdem sie durch Zigarettenrauch nicht mehr abgetötet werden.

z.B. dass unsere Schleimhaut, welche sehr empfindlich ist und leicht durchlässig für Giftstoffe, schon genug hat von den Nüssen welche manchmal mit Sporen (und somit Aflatoxinen) belastet sind. (>> siehe Pistazie <<) Aflatoxine führen unweigerlich zu Leberkrebs, das weiß man heute.
usw.

Unser Körper will uns einfach nur mit dem Symptom "Atpte" aufmerksam machen, dass der gewohnte Gang gestört ist und es soll weh tun, damit wir mit jeder ungewaschenen Tomate, oder Nuss, oder sonstwas, das unser Gleichgewicht stört, schnell daran erinnert werden damit aufzuhören!
Vergesst irgendwelche Irrglauben an schlechte Gene oder böse Krankheiten die etwas ausnutzen wollen. Unser Körper ist super, seit Jahrmillionen stetig weiterentwickelt und der weiß ganz genau was er zu tun hat, wir müssen ihn nur lassen. Böse Krankheiten bekommt ihr genau dann, wenn ihr Symptome zuschmiert und ignoriert.
Anmerkung: Wie zweischneidig Symptomblocker sind sieht man toll an Antibiotika. Kurz fit, dafür später Dauerpatient.


EDIT: Habe vor Jahren -als ich jünger und dümmer war- mal einen Artikel hier geschrieben und heute wieder mal zwecks Interesse durchgelesen und wenn ich ihn gerade so mit meiner Theorie verbinde, dann ist mir jetzt bewusst warum ich damals Aphten bekommen habe: KLICK zum alten Artikel.
Schuld war nicht die Zahnpasta, schuld war ich selbst weil ich die Pasta gewechselt habe und somit den gewohnten Gang meiner empfindlichen Schleimhaut gestört habe z.B. durch kurzfristigen Wechsel/Änderung der Mundflora oder sonstigen unguten Integritätsänderungen die ich nicht kenne(n kann).

Guten Morgen
PAPPL
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  #8  
Alt 19.03.2009, 18:27
overflood overflood ist offline
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Standard AW: An den Ursachen vorbei?

Hallo PAPPL - Eine gelungene Erörterung der Ursachenforschung!
__________________
Meine Empfehlungen: Weleda Sole Zahncreme, Aphthen vorbeugen
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