Aphthen — bekämpfe die Ursache, bekämpfe die Wirkung.

Noch immer sind Ursachen für das Entstehen von Aften nicht endgültig geklärt. Viren werden als auslösende Faktoren ebenso genannt wie beispielsweise Stress, für die eigenen Bedürfnisse falsche Ernährung, Autoimmunreaktionen des Körpers. Auch in Foren zum Thema wird das Thema mitunter heiß diskutiert. Erfahrungsberichte aus der Praxis, wann Aphthen sich das erste Mal bemerkbar machten, könnten Indizien geben, wo bei einem selbst Ursachen für Aftenbildung liegen. Und wer Ursachen kennt, hat es wesentlich einfacher, passende Lösungen zu finden.

Nahrung und Genussmittel

Sehr viele Mitglieder des Aften-Hilfe.de – Forums berichten, dass bei ihnen verstärkt Aphthen auftreten, wenn sie bestimmte Nahrungsmittel zu sich nehmen. Eigenexperimente, bei denen diese Nahrungsmittel weggelassen wurden, scheinen oftmals von Erfolg gekrönt: Es treten keine neuen Aften auf oder aber die Aphthenbildung reduziert sich zumindest in erheblichem Maße. Welche Nahrungsmittel zum Auslöser werden, scheint jedoch individuell sehr verschieden. Genannt werden beispielsweise Obst, Nüsse, rohe Tomaten, auch Limonaden, zuviel Schokolade, zu viele Milchprodukte. Pauschale Informationen, welche Nahrungsmittel gut, welche eher schlecht sind, kann wohl niemand geben. Dazu sind die Vorgänge in jedem einzelnen menschlichen Körper zu unterschiedlich.

Noch ein interessanter Erfahrungsbericht, der sich bei verschiedenen Nutzern des Aften-Hilfe.de-Forums wiederholt: Einige schrieben, dass verstärkt Aphthen entstanden, als sie mit dem Rauchen aufhörten. Dies soll allerdings nicht als Hinweis verstanden werden, dass ein Aufhören mit dem Rauchen grundsätzlich schädlich wäre.

Verletzungen im Mundraum

Eine andere Ursache, die wiederkehrend genannt wird, sind Verletzungen im Mundbereich. Forenmitglieder berichten, dass Aphthen verstärkt auftreten, nachdem derartige Verletzungen entstanden sind. Sie nannten dabei verschiedene Ursachen für die Verletzung: beispielsweise härteres Brot mit harter Kruste, Bisse auf die Lippen oder im Bereich des Gaumens, das Mundstück beim Tauchen.

Erkältung und Stress

Stress wird immer wieder als Faktor genannt, daneben und damit verbunden auch Schlafmangel. Vermutet wird beispielsweise ein dadurch allgemein angegriffener Körper, der sich schlechter gegen Aphthen verteidigt. Auch Erkältungskrankheiten scheinen nach Erfahrungen der Forenmitglieder die Bildung von Aphten zu begünstigen.

Die gute Nachricht

Fast immer wird berichtet, dass eine Ausschaltung der Ursachen auch die Aftenbildung zumindest erheblich verminderte. Sei es nun Stressabbau, wenn Stress als Ursache genannt wurde, Ernährungsumstellung, wenn Nahrungsmittel verantwortlich gemacht wurden. Mittels Ernährungstagebuch und dem Aussetzen verschiedenen Nahrungsmitteln über längeren Zeitraum sowie regelmäßiger Umstellung der Essgewohnheiten konnten bisher einige Auslöser gefunden werden. Es half, diese Nahrungsmittel zu reduzieren oder ganz wegzulassen. Das sollte Hoffnung machen!

Bewertung

410 Reaktionen zu “Ursachen von Aphthen”

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  1. 1 Miri

    Hallo, ich möchte mich bei euch Bedanken!
    Über zwei Jahre hatte ich Probleme mit massiven Aphten der Mundschleimhaut und der Zunge. Vom Arzt bekam ich Virustatika verschrieben, die ich auch brav schluckte. Das brachte allerdings garnichts. Mir wurden Lokalänästhetika zum betupfen, gegen die Schmerzen gegeben.
    Irgendwann bin ich auf eure/ deine Seite gelangt, weil ich diesen Zustand einfach nicht weiter akzeptieren wollte. Mit dem Weglassen von Lebensmittel konnte ich mich von den Aphten befreien. Meine scheinen übrigens Tomaten und kohlensäurehaltige Getränke zu lieben.
    Dank euch/ ihr Engagement habe ich an Lebensqualität gewonnen.
    Vielen Dank!!

  2. 2 overflood

    Hallo Miri,

    schön zu hören, dass wir dir helfen konnten!

    Gerne beteilige dich in der Community und helfe anderen.

    Viele Grüße
    overflood

  3. 3 Hanna

    Hallo zusammen!

    Bin 24 und habe schon seit ich denken kann eine empfindliche Mundschleimhaut.
    Kleine Aphten konnte ich mit dem gezielten Betupfen von Salviathymol innerhalb von weniger Tage in den Griff bekommen. Zwei Mal hatte ich größere, hartnäckige Aphten, die ich mir beim HNO-Arzt behandelt habe lassen.

    Mittlerweile bin ich mir sicher, dass in meinem Fall Aphten durch die Kombination von geschwächtem Immunsystem und Zuckerkonsum begünstigt bzw. überhaupt erst verursacht werden.

    Dank konsequentem Zuckerverzicht war ich die letzten Monate – trotz relativ hohem Stresslevels – aphtenfrei. Bis heute.
    Gestern kam nämlich eine Freundin zum gemeinsamen Filmabend vorbei und hat eine große Flasche Fruchtsaft, Chips und Schokoloade mitgebracht.
    Ich wurde schwach, trank den süßen Saft und half eifrig bei der Vernichtung der Schokolade.
    Der gestrige Abend war toll. Heute bezahle ich dafür die Rechung: Habe eine große, schmerzhafte Aphte unter der Zunge. :(

    Zucker und Aphten sind die besten Freunde!

    Daher mein Rat: Verzichtet eine Weile auf Zucker (dazu zählt natürlich auch die im Obst enthaltene Fructose). Vielleicht ist das auch bei eich doe Lösung des Aphtenproblems.

  4. 4 Sabrina

    Habe gerade die zweite Afte in meinem Leben(19), und muss sagen, das Biest tut dieses Mal verdammt weh.
    Beim Essen, beim trinken und viel mehr beim Reden!
    Und heute ist die auch noch aufgeplatzt. :-(
    Die erste Afte liegt einige Jahre zurück.

    Dieses Mal habe ich mich gefragt, wieso ist die jetzt entstanden, da bin ich auf diese Seite gestoßen und kann es mir eventuell vorstellen. Stress wirkt sich bei mir gerne auf den Körper aus. Ich bin jetzt seit 4-5 Wochen rauchfrei – hier habe ich gelesen das es vlt daher kommen kann.
    Möglich wäre auch mein sowieso geschwächtes Immunsystem.

    Dieses Mal wie auch beim letzten Mal benutze ich die Pyralvex Lösung, die zwar teuer ist aber sie betäubt und lindert die Schmerzen im Nu. Hilft zwar nicht beim Heilungsprozess aber der Alltag lässt sich besser ohne Schmerzen im Mund bewältigen. Kann ich nur empfehlen. :-)

  5. 5 Tanja

    Hallo zusammen

    vor 3 jahren fing alles an mit riesen aften über sehr lange zeit zum teil bis 10 stück.
    es kam heraus das ich ein hoher vitamin 12 mangel habe, aber warum??
    Ich habe dann meine ernährung konsequent umgestellt und 3 jahre auf gluten verzichtet… mir ging es super, migräne, schwindel, aften alles weg.
    vor ein paar monaten fing jedoch alles wieder an obwohl ich immernoch glutenfrei esse.
    kennt jemand Morphus crohn?
    Kann mir jemand helfen?

  6. 6 Alena

    Hallo Tanja,

    Ich hatte so lange ich denken kann eigentlich immer Aphten, einfach durchgängig. In der Pubertät hörte es dann Gott sei Dank auf (bis auf vereinzelt mal welche alle paar Monate), bis vor ein paar Wochen die Tortur von vorne los ging. Ich habe auch nicht großartig etwas an meiner Ernährung umgestellt aber wenn du weiter in diesem Forum forscht, wird dir auffallen dass die Entstehung von Aphten viele verschiedene Ursachen haben kann. Bei mir war es eine Mischung aus Erkältung (mit offenem Mund schlafen) und aufhören des Rauchens. Von Morphus Crohn habe ich leider noch nichts gehört. Ich kann Borax, Weleda Sole Zahncreme und Vodon A Haftsalbe empfehlen, die Kombination machts bei mir. Gute Besserung und liebe Grüße

  7. 7 Lara

    Hi hab seit 2 Wochen eine Aphte und möchte wissen was man tun kann hab alles versucht bis lang und weiß nicht mehr weiter

  8. 8 helga-karin

    liebe lara rufe deine oma an!

  9. 9 Mohammad

    Ich kriege auch oft genau dann Aphthen, wenn ich gestresst bin und dann sind es auch gleich mehrere auf einmal. Am schmerzhaftesten sind sie, wenn sie auf der Zunge auftreten. Hier wird das Essen und Trinken und auch das Sprechen zu einer echten Qual. Aphthen sind nicht zu unterschätzen. Aber da die genaue Ursache ungeklärt ist, wird es auch keine zuverlässige Lösung dagegen geben…

  10. 10 Jenny

    Also die Aphte die ich im Mund habe derzeit kam als ich angefangen habe tägluch 2x meine Zähne zu putzen, was ich vorher nahezu gar nicht gemacht habe. Soll ich deswegen netzt wieder damit aufhören? Ich glaube eher weniger.

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